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Perfekte Belichtung durch vorbeifahrende Züge | Nachtfotografie | Photo

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Servus Leute, heute gibt es mal wieder eine Bilderreview zur Nachtfotografie. Ich war am Abend des 08. März´s unterwegs um Fotos von meine Fiat Grande Punto zu machen. Ziel war es die Nachttauglichkeit eines Objektiv auszuprobieren, von dem Ihr aber noch nichts wisst.

Als Ort zum Shooten habe ich mir einen relativ neuen Rewe bei uns in der Umgebung ausgesucht, der einen sehr schön ausgeleuchteten Parkplatz hat – perfekt für Nachtfotografie. Also macht mich nach den normalen Öffungszeiten auf dem Weg dorthin, ausgestattet mit einem Stativ, Dslr und einigen Festbrennweiten. Ich habe auch vorsichtshalber ein Blitz und Funkauslöser mit eingepackt, dazu ein Schirm und ensprechendes Stativ für den Blitz damit ich entfesselt Blitzen kann.

Die Bilder sind meiner Meingung nach auch in Ordung geworden, war nichts außergewöhnliches oder neues für mich, sieht selbst.

Das Foto, oder besser gesagt die Fototechnik um die es sich heute aber dreht, kam mir erst auf dem Heimweg in den Sinn. Ich fuhr entlang der B13 zwischen Reichertshausen und Ilmmünster  , wo auch parallel dazu Bahngleise verlaufen. Als ich also auf der Bundesstraße fuhr, kam auch ein Passasierzug entgegen, und dessen licht Beleuchteten hervorragend den Seitengraben auf beiden Seiten der Straße.

Ich Überlegt mir wie wohl ein Bild aussehen würde, wenn man statt eines Blitzes oder jeglicher anderen Lichtquelle ein Foto bei absoluter Dunkelheit macht und den Zug mit auf dem Bild hat. Mir war klar das man selbst mit Offenblende und Iso über 400 man den Zug ohne Bewegungsunschärfe nicht festhalten kann.

Also dachte ich mir ich übertreibe Komplett und Belichte solange wie der Zug vorbei fährt, sprich man sieht nicht mal ansatzweise um was für ein Fahrzeug es sich handelt, dass im Hintergrund vorbei fährt. Ich musste auch nicht lange überlegen wo ich ein solches Bild machen könnte. Zwischen Ilmmünster und Hettenshausen gibt es einen kleinen, ich nenne es mal einfach Lkw Rastplatz, der eigentlich nur eine Art Haltestelle für Lkw´s ist die übernacht oder an Feiertagen ihre Laster abstellen können. Da es noch ein Werkstag war, erwartete ich also auch nicht das dieser unbedingt voll sein werde.

Ich war schonmal dort und habe gesehen das zwischen Zug, also Gleißen und der Straße wo die Truck stehen es keine Hindernisse gibt. Also stellte ich meinen Wagen am Straßenrand und versuchte mit dem 30mm Sigma Objektiv einen schöne Komposition zu erstellen. Das Auto versuchte ich von vorne abzulichten, und so das es ca im 2/3 des rechten Bildbereichs sich befindet. Ich Sah schon trotz der Lichtverhältnisse schon die Gleise durch ihre Reflektionen und die Hochspannungsleistungen.

Irgendwie verpasst man einem Bild einen sehr coolen Look wenn man die Kamera in der Z-Achse etwas verdreht. Ich kann nicht genau sagen was es ist, aber es sieht jedenfalls deutlich besser aus als wenn der Floidkopf vertikel und horizontal perfekt ausgerichtet ist. Da regelmäßig auf der Bundesstraße Autos mit Fernlicht entgegen fuhren, konnte ich die Schärfe einstellen, sie liegt in dem Bild auf dem Spalt zwischen Frontschürze und Motorhaube. Iso stellte ich auf 100 um kein Rauschen im Bild zu haben, und man wirklich 100% des Lichtes durch den Zug bekommt und nicht durch die Natürliche Umgebung wie Mond oder Sterne. Auch die Blende habe ich etwas geschlossen und habe mit Blende 2,2 gearbeitet. Zur Info das Sigma 30mm hat eine maximale Offenblende von 1,4.

Ich wollte nicht riskieren, dass das Bild überbelichtet ist. Da ich in Raw aufnehme, kann ich ein unterbelichtetes Bild immer etwas aufhellen, was umgekehrt eher an Qualität abnimmt. Ich habe meine Funkfernbedienung dabei gehabt, das heißt ich stellte die Verschlusszeit auf Bulbmodus, bedeutet der Spiegel ist so lange ober wie der Auslöser gedruckt ist. Wichtig ist für solche Fälle immer eine Fernbedienung zu verwenden da man selbst bei einem soliden Stativ so für Wackler sorgt, welche nicht schön aussehen.

Ich habe es wirklich nie geschafft auf anhieb ein perfektes Foto zu machen, aber diesen Abend ist es das erstemal geglückt. Ich wäre beinahe vor Freunde ausgerastet und das obwohl man durch das Clog  Fotoprofil eig kaum Farben, Kontrast usw. drin hat.

Also man sieht hier auf dem Bild eigentlich nur, dass das Bild gut ausgeleuchtet ist und das der Zug genau die Gestalt annimmt wie ich mir im Vorfeld im Kopf ausgedacht habe.

Bei der Bearbeitung musste ich das Bild erst in Camera Raw Bearbeiten, sprich alle Tiefen die das Bild hatte rausholen, die Lichter vermindern und mit den Farben etwas rumspielen. Ansonsten war es eine Routinearbeit für mich.

In Photoshop fügte ich mit dem Tiltshift Weichzeichner eine kleine Unschärfe vor dem Auto hinzu um den Betrachter leichter auf das Objekt zu richten. Außerdem habe ich einige Optical Flears hinzugefügt, indem man einfach diese über das Bild zieht und sie „negativ multiplizieren“ lässt. dadurch kam ein Bild zu Stande welches ihr schon auf Instagram sehen konnten.

Das folgende Foto ist eine andere Perspektive mit dem „geheimen“ Objektiv. Anhand der Vordergrundunschärfe, die auch nicht bearbeitet ist, kann man sich schon denken das es sich hier um eine Festbrennweite handelt und da ich sehr weit vom Fahrzeug stand, kann man auch mutmaßen das es sich um eine größere Brennweite handelt. Aber hier sieht man den Fiat von hinten. Hier Beträgt die Belichtungszeit sieben Sekunden und ebenfalls bei Iso 100. Blende glaube ich war eine 2,8 oder 2, bin mir aber nicht sicher. Mit diesen zwei Bildern verabschiede ich mich von euch, ich hoffe euch hat der Artikel, die Bilder und die Idee gefallen, schreibt mir in die Kommentare ob ich auch schon mal versucht habt´s solche Bilder zu machen.

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