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Sigma 30mm F:1,4 DC HSM Festbrennweitenobjektiv Review

Hallo alle zusammen zum Sigma 30mm F:1,4 DC HSM Review.

Alle Canon APS-C Sensornutzer werden sich schon mit folgender Thematik auseinander gesetzt haben;

Es gibt das sehr berühmte Canon 50mm Blende 1,8 Festbrennweiten Objektiv, welches zwar optisch sehr billig und qualitativ minderwertig wirkt, aber in der Schärfe, Bildqualität und Preisleistung einfach nicht zu toppen ist, zumindest bei dieser Preisklasse. Somit ist es sehr verlockend sich für die erste Canon DSLR, die höchstwahrscheinlich auch einen APS-C Sensor hat, sich dieses zuzulegen.

Doch wenn man sich kurz mit Sensoren beschäftigt, fällte einem folgendes auf; der Cropfaktor. Dieser ist bei meiner Eos 550d ein Faktor 1,6, bedeutet im klartext, die Brennweite die das Objektiv Anzubieten hat, wie z.B. eine 50mm, muss mal 1,6 multipliziert werden. Somit hat man statt einer 50mm Brennweite eine 80mm Brennweite. MEIN MAN, in der Wirklichkeit hat man sowohl auf Vollformat als auch Aps-C die gleiche Brennweite. Jetzt werden viele sich Fragen was der Typ auf diesem Blog den schreibt, den hämmert man bei Google Bildersuche Begriffe, wie „Canon Cropfactor“, dann bekommt man etliche Beispiele gezeigt wo dies demonstriert wird. Nur denken diese Leute das dieses „beschnittene“ Bild, die Ursache der veränderten Brennweite ist.

Doch dies ist nicht die Brennweite die sich verändert, sonder nur, und lediglich nur der Bildausschnitt. Das musste ich leider erst nach dem Kauf von diesen Sigma Prime feststellen. Ich dachte mir im Vorfeld, geil eine 1,4 Blende das wird ein noch schöneres und weicheres Bokeh erzeugen als meine 50mm 1,8 von Canon. Denn zu diesem Zeitpunkt, dachte ich ich würde durch den Cropfaktor auf meiner Canon ein 50mm mit einer Blende von 1,4 haben.

Dazu kommt, das die Hintergrundunschärfe auch mit der Brennweite zusammen hängt. Macht doch selber mal den Test und vergleicht dies bei großen Teleobjektiven die über die gesamten Brennweitenbereich die gleiche Offenblende haben, wie etwa ein 70-200 f:2,8. dort sieht man ganz deutlich das sich das Bokeh erhöht und der Schärfebereich kleiner wird.

Was ich damit sagen will: Es gibt einige Weitwinkelobjektive, wie z.B. das Walimex 14mm 2,8, wo man sich denken müsste, das man da auch ein sehr schönes Bokeh hat. Da diese Objektive so weitwinklich sind, gibt es kaum Bokeh oder Hintergrundunschärfe aufgrund der sehr runden Linsen.

Den hier kommt der nächste Punkt, laut den Cropfaktor sollte meine 30mm auf der 550d dem Bildausschnitt eines 48mm Objektivs, also drücken wir mal beide Augen zu uns sagen einfach es wäre eine 50mm. Schau ich mir aber bilder an von einer Vollformat mit einer 50er an, stellte ich fest, dass meine Bilder auch leicht verzerrt sind, wie bei einem Weitwinkelobjektiv.

Dieser kommt ganz einfach zustande, das sich bei einem Vollformatobjektiv auf einer Aps-C Kamera nur der Bildausschnitt ändert, mehr nicht. So jetzt genug über Brennweiten, Schärfebereireich usw. philosophiert, kommen wir nun zum Objektiv selbst.

Sigma 30mm F:1,4 DC HSM

Aber jetzt einen nach dem anderen. Wo habe ich es her, nun da ich mittlerweile ein richtige Fuchs geworen bin in Sachen günstiges Kaufen kaufen bei Ebay, geworden bin, habe ich dieses hier mit tatsächlich über ebay-kleinanzeigen besorgt. Es hat mit gebraucht 130,00€ gekostet was ein deutlicher Unterschied ist, wenn man sich so die Preise auf anderen Webseite vergleicht. Dort wandert der Preis so zwischen 170-230€, gebraucht und neu kostet es immer noch um die 300€. Der Preisverfall bei diesem Objektiv ist einfach damit zu begründen da es schon eine zeitlang, die Art Version von Sigma gibt, die in Sachen Autofokus, Schärfe und Verarbeitung das alte Modell gnadenlos überbietet.

Autofokus

Das Sigma 30mm F:1,4 DC HSM besitzt einen HSM (Hyper Sonic Motor) Autofokusmotor welcher zwar schnell aber nicht ganz leise, das Objekt scharfstellt. Ich bin von diesem hier auch mehr begeistert als von dem in dem 70-200 Objektiv, nur so mal am Rande. Es passiert aber häufiger, dass der Fokus mehreremale hin und her springt, aber das ist selten der Fall.

Das tolle an einem HSM Motor ist, das er Ansicht über Impulse auf einem Magnetring sich bewegt und da durch kein „normaler“ Elektromotor ins Objektiv reingehämmert werden muss, sondern man sehr platzsparend  Objektive bauen kann. Zu dem kann man denke ich auch sagen, das ein Ultraschallmotor viel robuster gebaut und es kaum Versagen in diesem Bereich gibt.

Blende und Schärfe

Es ist natürlich schwierig mein Canon 50mm mit dem Sigma 30mm F:1,4 DC HSM zu vergleichen. Es ist einfach eine andere Preisklasse und unterschiedliche Brennweiten. Natürlich denkt man sich zunächst 1,4 Blende, Wow, dass muss ein noch schöneres Bokeh ergeben. Dieses habe ich aber oben schon klar genug erklärt warum das falsch ist, deswegen machen wir einfach weiter.

Grade Festbrennweiten haben den Ruf, sehr scharfe Bilder durch die Linsen zu erzeugen. Der Grund ist auch denkbar einfach: die Linsen und Gläser bei einer Festbrennweite werden lediglich für die Brennweite die das Objektiv hergibt justiert und eingestellt. Daher braucht man sich bei einer Festbrennweite selten sorgen machen, dass durch sie Unscharfe Bilder gemacht werden. Doch es macht einen rießigen Unterschied mit welcher Blende man fotografiert. Ich muss auch ehrlich das dieses Objektiv bei Offenblende eigentlich kaum zu gebrauchen ist da die Kanten und Konturen sehr Unscharf sind, besser wird es ab einer Blende 2,8. Siehe aber Bilder

Was mir aber stark aufgefallen ist, ist das Vignettierung verhalten bei wechselnder Blende. Man sieht denke ich wenn man auf dem Rand schaut, das diese mit schließender Blende heller wird. Ich habe übrigens diese Bilder im Apeturevariant Modus wo man die Blende und Iso selber bestimmen kann und die Kamera selber entscheidet wie lange ein Bild belichtet werden muss und das ganze auch auf einem Stativ. Die Bilder sind auch, anders als es von mir gewohnt ist in JPEG gemacht worden, wo ich im Bildprofil die Schärfe auf maximal gestellt habe. Die Vignettierung kommt wahrscheinlich daher zustande, da 30mm auf Vollformat doch noch recht weitwinklig ist und sich diese Verzerrung auch auf einer Aps-C immer noch besteht.

Fazit zum Sigma 30mm F:1,4 DC HSM

Also ich muss sagen, dafür das es eine neuere Variante des 30mm von Sigma gibt, schneidet es trotzdem sehr gut ab. Geisterbilder oder andere Ablichtungsfehler sind nur bei offenen Blenden wahrzunehmen. Egal ob beim Filmen oder Fotografieren, man sollte eine erst ab einer Blende von 2,8 damit arbeiten. Da dies ja eine Festbrennweite ist die sehr viel Licht durchlässt, kann man damit auch Drinnen arbeiten auch ohne Blitz.

Also alles in einem ein gutes Objektiv welches auf dem Gebrauchmarkt sehr günstig zu haben ist und von der Verarbeitung auch top ist.

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